Die Hauptpersonen

 

Peter Hattesen (1896-1981)

Peter Hattesen nimmt am Ersten Weltkrieg teil und wird von der Weltwirtschaftskrise 1929 hart getroffen. Danach gründet er die renommierte Kunsthandlung Hattesen in Flensburg. Während der Nazi-Herrschaft muss der Sozialdemokrat  harte Prüfungen durchstehen. Seine erste Frau gerät in die Fänge einer pervertierten Nazipsychiatrie. Er versteckt Kommunisten und Künstler, betätigt sich als Fluchthelfer und leistet aktiven Widerstand. Nach dem Krieg kämpft er für eine Wiedervereinigung Südschleswigs mit Dänemark und die gerechte Bestrafung nationalsozialistischer Verbrechen.  

Peter Hattesen ist auch ein talentierter Fotograf, der ein großes Bildarchiv hinterlassen hat. Sein fotografisches Werk ist heute in Vergessenheit geraten, und das Buch zeigt erstmals eine Auswahl seiner Bilder.

RÜCKGRAT erzählt seine Lebensgeschichte.

 

Holger Hattesen (1937-1993)

Holger Hattesen erlebt als Kind die Grauen des Krieges und verarbeitet sie später in seinen Bildern. Eigentlich möchte er Künstler von Beruf sein, aber er muss Verantwortung für die Familie übernehmen und die Kunsthandlung seines Vaters weiterführen. Dennoch schafft er ein unglaublich vielfältiges Werk, das ihn zu einem der bedeutendsten dänischen Künstler in Südschleswig im 20. Jahrhundert macht. 

Holger Hattesen ist ein eifriger und streitbarer Diskutant, der sich in viele Debatten zu den großen und kleinen Gegenwartsfragen einbringt. Er ist auch einer der ersten in der dänischen Minderheit, der es offen ablehnt, sich einseitig national verorten zu lassen. Mit seiner Kompromisslosigkeit schafft er sich Freunde und Feinde.

RÜCKGRAT erzählt seine Lebensgeschichte. 

Jürgen Hattesen (1927-2000) 

 Jürgen Hattesen (später Jørgen Hattesen) ist Peter Hattesens ältester Sohn. Er wächst während der Nazidiktatur in Flensburg auf und wird als 16-Jähriger erst zum Reichsarbeitsdienst und dann zur Wehrmacht eingezogen. Nach dem Krieg lässt er sich im dänischen Jelling zum Lehrer ausbilden, und nach einer kurzen Zeit an einer dänischen Schule in Frörup zieht er für immer mir Frau und Kindern nach Dänemark.

RÜCKGRAT enthält den Kriegsbericht von Jürgen Hattesen. Er erzählt, wie er in den letzten Kriegstagen unter dramatischen Umständen als “Kanonenfutter” nach Berlin eingeflogen wird. Er soll gemeinsam mit anderen Jugendlichen den Anhalter Bahnhof im Zentrum der Hauptstadt gegen die Rote Armee verteidigen, die längst schon in der Stadt ist. Dass er und die anderen jungen Männer Überleben, verdanken sie einem Vorgesetzten mit Courage.